Wolfgang Harm - Songwriter, Fotograf + Life-Coach
Musik, Texte, Fotos . . . .

Aktuelles + Kommentare

In diesem diesem Kapitel meiner Homepage erzähle ich von aktuellen Ideen, Ereignissen und Entwicklungen in meinem Leben. Darüber hinaus werde ich hier auch zu bestimmten gesellschaftlichen Themen Stellung nehmen.

Mit Beginn des Monats Juli 2018 bin ich nun sogenannter Rentner / Ruheständler. Es tut gut, sich nicht mehr im "Hamsterrad" funktionaler Notwendigkeiten und Zwänge zu bewegen und nicht mehr Berge von unterschiedlichsten Verantwortlichkeiten auf seinen Schultern tragen zu müssen.  Diese Art der Freiheit ist wundervoll; auch wenn das Niveau meiner Rente alles andere als komfortabel ist.  Da ich mich aber ziemlich fit und geistig rege fühle, werde ich schauen, wie ich im kreativen / künstlerischen / sozialen Bereich zum zusätzlichen Gelderwerb tätig werden kann. Aber erst mal genieße ich die neu gewonnene freie Zeit zur Erholung und für Tagesausflüge, Naturwanderungen, fotografische Erkundungen, Konzertbesuche, kreatives Schreiben etc.. Derzeit schreibe ich an einem Text zum "Klimawandel", den ich hier demnächst  veröffentlichen werde. Denn ich muss sagen, dieses Thema finde ich zunehmend besorgniserregend.  Die dramatischen Sigmale und Symptome unseres Planeten, dem wir Menschen in vielerlei Hinsicht erheblichen Schaden zufügen, sollten eigentlich für Jeden erkennbar sein und zeigen, wie dringend und wichtig es ist, endlich eine sanfte Ökonomie, die ökologisch und sozial verantwortlich agiert, zu etablieren.


Auch zum Thema "Rente" juckt es mir bisweilen in den Fingern, meinen Ärger mal schriftlich auszudrücken. Ich empfinde es als zunehmend unerträglich, dass einem oft das Gefühl vermittelt wird, man lebe als Rentner auf Kosten Anderer, nämlich zu Lasten der jüngeren Generation, welche die aktuellen Rentenbeiträge zu gewährleisten hat. Politiker und bisweilen auch die Medien scheinen zu vergessen, dass unsereins jahrelang in die Rentenkasse eingezahlt hat. Meine Rente ist kein Almosen - denn diese habe ich mir durch harte Arbeit und entsprechende Beiträge erarbeitet !! Es ist wirklich eine Schande, dass so viele Rentner im Grenzbereich von Armut und sozialer Deklassierung überleben müssen. All das wird von Politikern verantwortet, deren Pension ausreichend gesichert ist und die häufig genug über konfortable Nebeneinkünfte verfügen. Nicht nur, dass das Rentenniveau erschreckend niedrig in Deutschland ist; nein, diese kleinen Renten müssen auch noch versteuert werden - was für ein Irrsinn, wo "wir" gleichzeitig eines der reichsten Ländern der Erde sind. Man sollte aber bei diesem "WIR" mal genau hinschauen, wer eigentlich damit gemeint ist.  Ich jedenfalls fühle mich (aktuell) nicht zu diesem reichen "WIR" hinzugehörig. Und das geht offenbar sehr vielen Menschen in diesem Land so, wie man an dem Wählerverhalten ja durchaus auf Besorgnis erregende Weise  feststellen kann. 

Menschen, die sich aus der Mitte der Gesellschaft verdrängt und sozial abgehängt fühlen, haben in Deutschland leider schon immer eher rechts als links gewählt. Mit dem Thema "Ausländerfeindlichkeit"  habe ich mich auch schon in früheren Jahren im Rahmen von sozialer Arbeit beschäftigt. Dabei war durchaus wichtig, dass man es nicht bei der "Dämonisierung" oder "Denunziation" von rechten, gewaltbereiten Menschen belässt. Sie mit humanistischen Haltungen zu konfrontieren, um die eigene menschenfreundliche Position zu verdeutlichen, ist zwar wichtig, aber wir sollten nicht vergessen, dass man Menschen nicht komplett aus dem demokratischen Gemeinwesen verbannen kann, selbst wenn man deren Parolen als unerträglich empfinden mag. Denn Ideologische Polarisierung  - auch wenn sie mit guten Absichten daher kommt - vertieft letztlich die politische Spaltung unserer Gesellschaft.

Sozialer Frieden hat viel mit Zufriedenheit zu tun. Eine Demokratie, die nicht den sozialen Zusammenhalt aller im Blick hat, wird tendenziell scheitern. Die politischen Entscheidungsträger tun also gut daran, insbesondere die sozialen Nöte der Menschen wieder stärker in den Blick zu nehmen. Ein exportstarkes, reiches Land mag den Reichtum von Konzernen und Managern befördern, doch wenn das Arbeitseinkommen oder die Rente eine befriedigende sozio-kulturelle Teilhabe nicht mehr ermöglicht und Menschen sich so von der Politik im Stich gelassen fühlen,  werden Sozialneid und Fremdenfeindlichkeit zunehmen und die Zustimmung zur demokratischen Grundordnung sukzessive verloren gehen. Faire Chancen und ausreichende Einkommen für alle können hingegen demokratische und humanistische Grundhaltungen befördern.


Nun ja, mal was Erfreuliches:  Ich kenne seit längerer Zeit einen sehr talentierten Fotografen, den ich über Facebook kennen gelernt habe. Ich war kürzlich zu einem Foto-Shooting bei ihm, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Ein paar der Bilder die Idona Asamoah Adutwum von mir gemacht hat, zeige ich Euch hier:


Portraits (7/2018)